Karate-Lehrgang mit Bundesjugendtrainer Sigi Hartl  
  Sochin - Kata in Perfektion  
 

Eching, 20.11.2010 (hw)

Seit über 10 Jahren gibt sich der Bundesjungendtrainer und Ex-Weltmeister Sigi Hartl (5. Dan) in Eching schon die Ehre: An die 75 Karateka aus ganz Bayern kamen in der Schulturnhalle an der Danzigerstraße ein um sich in der Karatedisziplin 'Kata' (ästhetische Technikdarbietung ohne Gegner) auf höchstem Niveau unterrichten zu lassen. In der Unterstufe folgten nach kurzweiligen Aufwärmübungen   Grundtechniken und Kombinationen der „Heian“-Katas. Mit gewohnter Souveränität erklärte und zeigte er die einzelnen Techniken. Schwerpunktthema der Oberstufe war die Kata „Sochin“, was soviel wie Kraft und Ruhe bedeutet. Eine Kata wie geschaffen für Sigi Hartl und seine kraftvolle und und dennoch geschmeidigen Techniken. Der Karatemeister führte mit einer innovativen Mini-Kata in die speziellen Techniken, die der Kata eigenen Stellung und die verschiedenen Körperwendungen ein. Bis zur Pause beherrschten alle Teilnehmer die anspruchsvolle Kata zumindest ablaufmäßig.
In der Pause verköstigten sich die meisten Karateka am von Evelyn Fink perfekt organisierten Imbiss, während sich 8 Kandidaten aus Eching einer anspruchsvollen Gürtelprüfung durch Sigi Hartl unterzogen. Den weiss-gelben Gürtel schfften dabei Jonas Kaspar und Sebastian Dürr, während Jana Wolf, Michael Sklenica und Philipp Jakovleski die höhere Hürde zum Grüngurt erklommen. Christian Bauer konnte diesmal nicht nur die geforderten Prüfungsteile zum dritten Braungurt (Grundtechniken, Kata und Partnerübung) meistern, sondern auch seine Nervosität. Den Schluss- und Glanzpunkt bildete erwartungsgemäß Marco Fükelsberger, Mitglied des Echinger Leistungskaders. Mit sauberen und dynamischen Techniken und einer überzeugenden „Jion“ absolvierte er souverän die Prüfung zum ersten Braungurt und kann sich somit schon mal auf die nächste Herausforderung einstellen: den Schwarzgurt. In der letzten zweistündigen Trainingseinheit interpretierte Hartl mit dynamischen Partnerübungen die Bedeutung von Schlüsselsequenzen der Sochin in praxisnaher Anwendung („Bunkai“).
Viel zu schnell vergingen die insgesamt 5 Stunden Training und der begeisterte Abschiedapplaus schien Hartl und seinem Konzept Recht zu geben: eine gelungene Mischung aus innovativen Trainingselementen, traditioneller Kata-Auslegung und kreativem Bunkai.

 
 
 
  Sigi Hartl und Dojo-Leiter SC Eching Hans Wolf  
 
 
 

Kata-Bundesjugendtrainer: Sigi Hartl beim Erklären einer Technik

 
     
 
 
     
 
 
     
 
 
 
  Autor: Hans Wolf  
  Fotos von Marco Fükelsberger  
 
Zeitungsbericht folgt
 
 
 
 

 

 

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